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Nachhaltigkeit als laufender Entwicklungsprozess

In der Meistersingerhalle Nürnberg ist Nachhaltigkeit kein fertiges Konzept, sondern ein kontinuierlich wachsender Prozess. Zwar liegt noch keine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie vor, doch erste konkrete Schritte zeigen, dass bereits heute in vielen Bereichen ressourcenschonend gearbeitet wird. Einzelne Abteilungen treiben eigenverantwortlich Verbesserungen voran, insbesondere bei der technischen Ausstattung, der Geländepflege und im Bereich Weiterbildung. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Effekte, sondern um langfristige Umstellungen mit messbarem Nutzen.

© Meistersingerhalle / Christian Höhn

Energieeffizienzsteigerung durch Umrüstung auf LED-Beleuchtung

Ein herausragendes Beispiel für wirksame Nachhaltigkeit ist die systematische Umrüstung auf LED-Technik. Allein im Jahr 2023/2024 wurden über 1.100 Leuchtmittel ausgetauscht und die Gesamtleistung von rund 62 kWh auf rund 15 kWh reduziert. Die Investition in Höhe von rund 13.000 Euro zahlte sich durch Einsparungen von ca. 22.000 Euro jährlich bereits nach einem halben Jahr aus. Weitere Umrüstungen in Konferenzräumen und Sälen sind geplant, darunter auch große Einheiten wie der Kleine Saal und der Große Saal. Die besondere Herausforderung dabei: Alle Maßnahmen müssen mit dem Denkmalschutz vereinbar sein, weshalb auf sogenannte "Retrofit"-Lösungen gesetzt wird, die Technik und historisches Erscheinungsbild verbinden.

© CTZ Nürnberg

Weiterbildung zur CSR-Managerin

Ein weiterer Baustein der Nachhaltigkeitsentwicklung ist die gezielte Weiterbildung. Die verantwortliche Managerin für Marketing und Konferenzraumbuchung hat erfolgreich die IHK-Qualifikation zur zertifizierten CSR-Managerin abgeschlossen. Die Weiterbildung vermittelt praxisnahes Wissen über nachhaltige Unternehmensführung, Berichterstattung und Stakeholder-Kommunikation und wird von der IHK Akademie Mittelfranken angeboten (https://www.ihk-akademie-mittelfranken.de/weiterbildungen/details/csr-managerin-ihk-955). Das erworbene Know-how fließt direkt in die strategische Weiterentwicklung der Meistersingerhalle ein, insbesondere in die Erarbeitung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur operativ, sondern auch strukturell und langfristig im Haus verankert.

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Trockenresistente Außenbepflanzung zur Reduzierung des Wasserverbrauchs

Rund um die Meistersingerhalle befindet sich eine Fläche von rund 55.000 Quadratmetern. Ein Großteil davon ist begrünte Freifläche mit altem Baumbestand. In der Bepflanzung setzt das Team bewusst auf trockenresistente Stauden, Rosen und tiefwurzelnde Gehölze, die auch heiße und niederschlagsarme Sommer überstehen. Auf saisonale Wechselbepflanzung wird verzichtet, stattdessen schaffen mehrjährige Pflanzen einen dauerhaften Lebensraum für Tiere und Insekten. Die Außenanlagen erfüllen damit nicht nur gestalterische, sondern auch ökologische Funktionen.

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Viele kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Neben den großen Sanierungsprojekten gibt es zahlreiche kleinere Schritte, die den Betrieb nachhaltiger machen. Der Caterer bietet Bio-zertifizierte Speisen an, die Kundinnen und Kunden auf Wunsch buchen können. Auf der neuen Website sollen zukünftig Umweltaspekte transparenter kommuniziert und nachhaltige Anreisemöglichkeiten wie öffentliche Verkehrsmittel stärker hervorgehoben werden. So entsteht Schritt für Schritt eine Kultur der Nachhaltigkeit im Veranstaltungshaus.

Blick in die Zukunft

In den kommenden Jahren plant die Meistersingerhalle weitere Investitionen in energieeffiziente Technik, insbesondere im Bereich der Saal- und Konferenzbeleuchtung. Auch die Entwicklung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie ist fest im Blick. Der Außenbereich soll naturnah weiterentwickelt und zunehmend für Veranstaltungen genutzt werden, was den Bezug zur natürlichen Umgebung stärkt. Damit will die Meistersingerhalle zeigen, dass auch kommunale Veranstaltungsorte eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit einnehmen können.

Ansprechperson

Vanessa Fricke-Zeli

vanessa.fricke-zeli@stadt.nuernberg.de

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