1995 war ein wichtiger Meilenstein in Nürnbergs Geschichte als Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Zum ersten Mal war in diesem Jahr der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen worden. Darüber hinaus findet seit diesem Zeitpunkt alljährlich die Internationale Menschenrechtskonferenz in Nürnberg statt und das Friedensmuseum Nürnberg wurde gegründet. Mit seinen wechselnden Ausstellungen ergänzt es die vielen öffentlichen und privaten Nürnberger Initiativen für Frieden und Menschenrechte.

Die Geschichte der Menschheit ist bestimmt von Kriegen und bewaffneten Konflikten. Das Nürnberger Friedensmuseum, getragen von einem Verein, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Initiativen und herausragende Persönlichkeiten, die sich um den Frieden bemüht haben, in den Mittelpunkt seiner wechselnden Ausstellungen zu stellen. Ausstellungen während des mehr als 15-jährigen Bestehens des Friedensmuseums Nürnberg thematisierten beispielsweise Bertha von Suttner, Trägerin des Friedensnobelpreises und Gründerin der Deutschen Friedensgesellschaft, die Geschichte der Nürnberger Friedensbewegung in der 50er Jahren, oder Mut machende "FriedensFrauen". Eine künstlerische Herangehensweise an den Frieden zeigte unter anderem die Ausstellung "Hoffnung für eine bessere Welt", die 150 Orte und Ereignisse, wo mit gewaltfreien Mitteln Konflikte gelöst oder wichtige Ziele für eine bessere Welt erreicht wurden, auf der "Weltkarte der Gewaltfreiheit" dokumentierte.