„Erinnerung braucht Orte – und Verantwortung endet nicht mit der Zeit.“ - Dr. Markus Söder - Ministerpräsident des Freistaates Bayern
Wie geht eine Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit um, insbesondere mit den dunklen Kapiteln ihrer Geschichte? Diese Frage steht im Zentrum der Erinnerungskultur. Für die Stadt Nürnberg ist sie wesentlicher Teil ihres Selbstverständnisses.
Nachdem bereits 1927 und 1929 in Nürnberg die Parteitage der nationalsozialistischen Partei stattgefunden hatten, wurde Nürnberg ab 1933 die „Stadt der Reichsparteitage“. Zeugnisse dieses dunkelsten Kapitels der Stadtgeschichte sind die teilweise noch heute erhaltenen Monumentalbauten auf dem Gelände am Dutzendteich im Nürnberger Südosten.
Nürnbergs Umgang mit den architektonischen Relikten des Nationalsozialismus war lange Zeit von Pragmatismus geprägt – vieles wurde beseitigt, anderes dem Verfall überlassen. Heute versteht sich Nürnberg als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ und geht die Nutzung des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes neu an. Allen voran steht der Umbau des Dokumentationszentrums, das sich seit 2001 im nördlichen Kopfbau der Kongresshalle befindet und sich der Dokumentation der Geschichte des Nationalsozialismus und der Reichsparteitage in Nürnberg widmet. Seit 2021 wird das Dokumentationszentrum umgebaut – in einer separaten Ausstellungshalle bietet aktuell die Interimsausstellung "Nürnberg - Ort der Reichsparteitage. Inszenierung, Erlebnis und Gewalt" in kompakter Form alles Wissenswerte über das Gelände. Ab 2026 wird die neu konzipierte Dauerausstellung zu sehen sein.
In den kommenden Jahren werden auch weitere Gebäudeteile der Kongresshalle zu einem Kulturareal umgestaltet: Neue Ermöglichungsräume für Künstlerinnen und Künstler und eine neue Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg mit einem Ergänzungsbau im Innenhof werden gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und den Nürnberger Symphonikern einen Ort der Begegnung und des kreativen Austauschs schaffen. Ein vielgestaltiges Veranstaltungsprogramm wird das Publikum ab der Spielzeit 2028/29 zum Besuch der Kongresshalle einladen. Das Zeppelinfeld und die Zeppelintribüne des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes werden ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bis 2030 zu einem Lern- und Begegnungsort entwickelt. Der Bahnhof Dutzendteich wird bis 2027 zu einem Informationszentrum ausgebaut und der Bahnhof Märzfeld wird in den kommenden Jahren zu einem würdigen Erinnerungsort gestaltet, der besucht werden kann.
Erinnerungskultur Informationsmaterial
Informationsbroschüre Kongresshalle als Download-Datei
Flyer der Congress-und Tourismus-Zentrale zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände als Download-Datei
Erinnerungskultur Bilder
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Erinnerungskultur Video
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