Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände – 2001 auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände eröffnet – befindet sich an einem Ende der Kongresshalle und ist besonders für seinen architektonisch markanten Eingang bekannt. Bis zum Beginn der Renovierungsarbeiten im Jahr 2021 informierte das Zentrum mit seiner Dauerausstellung „Faszination und Terror“ über die Zeit der Nürnberger Reichsparteitage und den Terror des totalitären Systems. Die neue Dauerausstellung im Dokumentationszentrum wird 2026 eröffnet. Bis dahin informiert eine Interimsausstellung über die Geschichte des Ortes. Neue Teile des umgestalteten Dokumentationszentrums sind bereits zugänglich: der neue barrierefreie Eingangsbereich im Erdgeschoss, das neue Foyer mit einem neuen Café, der moderne Veranstaltungssaal und der Ticketbereich im ersten Stock.
Erweitertes Haus und neue Dauerausstellung ab 2026
Die künftige, komplett neu konzipierte Dauerausstellung wird in ihren Inhalten wie in ihren Methoden weit über das bisher Präsentierte hinausgreifen. Im Zentrum steht die Geschichte des historischen Orts Reichsparteitagsgelände vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Gegenwart. An vielen Punkten wird diese Erzählung jedoch geweitet und in nationale wie internationale Zusammenhänge gesetzt.
Die in Deutsch und Englisch gestaltete Ausstellung wird sich an vielen Stellen auf multimediale und interaktive Vermittlungsformate stützen, modern und zeitgemäß. Biografien verdeutlichen die Vielstimmigkeit der europäischen Gesellschaft – auch unter den Bedingungen der NS-Diktatur. An ausgewählten Stationen sind die Besuchenden schließlich aufgerufen, selbst Position zu beziehen und Haltung zu entwickeln – zu Geschichte und Gegenwart. Zentrale Komponente der Neukonzeption wird die Inklusion – vom Besucherleitsystem über entsprechend gestaltete Module in der Ausstellung bis hin zur Gastronomie.