Insbesondere wenn die Rosen blühen, ist der weltberühmte St. Johannisfriedhof ein bezaubernder Ort. Zwischen blumengeschmückten Grabsteinen spaziert man an den Grabstätten von Albrecht Dürer, Veit Stoß, Ludwig Feuerbach und anderer berühmter Nürnberger vorbei. Kunsthistorisch bedeutsam sind die bronzenen Grabtafeln, die gotische St. Johanniskirche sowie die Holzschuher-Kapelle von Hans Behaim d.Ä..

Der St. Johannisfriedhof entstand ab 1518 aus dem Pestfriedhof sowie dem Friedhof des Leprosenhauses St. Johannis. Durch einen hölzernen Gang konnten die Leprakranken zum Gottesdienst in die St. Johanniskirche gelangen, ohne mit Gesunden in Kontakt zu kommen. Nach der Weihe von Chor und Langhaus in den Jahren 1377 und 1395, folgte die Sakristei der St. Johanniskirche als letzter großer Bauabschnitt im Jahr 1446. Sehenswert sind im Inneren der Hauptaltar, das Sakramentshaus aus Sandstein sowie Grabdenkmäler und Epitaphien.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2013 wurde der Friedhof zum schönsten Friedhof Deutschlands gewählt
  • viele Nürnberger Persönlichkeiten sind hier begraben, u.a. Albrecht Dürer, Veit Stoß, Ludwig Feuerbach
  • 1234 wurde der Friedhof für Leprakranke errichtet, da diese nicht innerhalb der Stadtmauern beerdigt werden durfen
  • man findet hier kulturgeschichtlich bedeutsame liegende Grabsteine und Grablegen sowie künstlerisch wertvolle Bronzeepitaphien