Ein Tag im Spielzeugmuseum Nürnberg ist ein unvergesslicher Ausflug in die Vergangenheit: Jung und Alt staunt über kostbare Puppenstuben oder japanische Blechautos aus den 50-er Jahren, spielt im mehr als 700 m² großen Außenbereich mit Spielzeug aus Urgroßmutters Zeiten oder ruht sich lauschigen Innenhof im Café La Kritz aus.

Es begann mit Puppen im Mittelalter. Später begründeten Holzspielzeug, Zinnfiguren, Blechspielzeug und vor allem Firmen wie Schuko, Trix, Bing oder Fleischmann Nürnbergs Aufstieg zur Spielzeughochburg. Heute beherbergt die Spielzeugstadt neben der Internationalen Spielwarenmesse auch eines der bedeutendsten Spielzeugmuseen der Welt.

Im Spielzeug spiegelt sich die Kultur der Jahrhunderte wieder

Die Geschichte des Spielzeugs gibt reichen Einblick in die menschliche Kulturgeschichte. Spielzeug aus Holz und Blech, Puppen und Puppenstuben, Modelle von Dampfmaschinen und Eisenbahnen, aber auch moderne Klassiker wie Barbie, Lego und Bobby-Car spiegeln im Spielzeugmuseum Nürnberg Kindheit und Alltag von der Antike bis in die Neuzeit wieder.

Spielzeug für Licht und Schattenspiele

Im Bereich "Optisches Spielzeug" bekommen Nostalgiker glänzende Augen. Papiertheater, hinterleuchtete Dioramen, Guckkästen und Zauberlaternen zeigen die Märchen und Geschichten, die auf Jahrmärkten oder im Familienkreis erzählt wurden. Darüber hinaus widmet sich das Spielzeugmuseum in dieser Themenwelt Vorläufern der Fotografie und der Kinematografie.

Das Wichtigste in Kürze:

  • seit mehr als 600 Jahren ist Nürnberg eine Stadt des Spielzeugs
  • das Spielzeugmuseum Nürnberg geht zurück auf die Sammelleidenschaft von Lydia Bayer und ihrem Ehemann Paul Bayer
  • dort ist eine Sammlung von über 80.000 Objekten bestehend aus Puppen, Laufläden, Zinnfiguren, Blech- und Holzspielzeug sowie Spielzeug der Neuzeit wie Playmobil und Barbie zu finden
  • besondere Attraktionen für Kinder sind der große Freiluft-Spielplatz und das "Schattenreich" im historischen Kellergewölbe