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2016 - "500 Jahre Reinheitsgebot"

Am 23. April 1516 wurde in Ingolstadt für das Herzogtum Bayern eine neue Landesordnung erlassen, die in einer Textpassage die Grundlage für das Reinheitsgebot enthält. Demnach dürfen Brauer nur Malz, Hopfen und Wasser verwenden.

In Nürnberg findet sich im Satzungsbuch des Rates (1302 – 1310), ausgehend von einer Hungersnot, der Erlass, dass zum Bierbrauen nur Gerste und kein anderes Getreide verwendet werden darf. So heißt es in dem Dokument: „Man schol auch kein ander chorn preuwen denn gersten allein, weder haber noch chorn noch dinkel noch waitze“.

Bereits seit dem Mittelalter wurde in Nürnberg Rotbier gebraut: untergärig und ausschließlich mit Gerstenmalz produziert. Neben dem städtischen Weizenbrauhaus existierten 1597 in der Stadt 35 Rot- und elf Weißbierbrauereien. Heute zeichnet sich Nürnberg nicht durch Masse, sondern durch die Klasse der noch bestehenden Betriebe aus.

Nürnberger Traditionsbrauereien

Seit fast 350 Jahren lebt die Tucher Traditionsbrauerei Nürnberger Brauhandwerk und fränkische Braukunst mit dem einzigen Zwei-Städte-Sudhaus der Welt. Als erste Biobrauerei Deutschlands wird im Altstadthof nach altem Braurecht in Kupferkesseln und hölzernen Gärbottichen an historischem Standort am Fuße der Nürnberger Kaiserburg gebraut. Der großen Nachfrage wegen wird das Bier der Schanzenbräu nach Hinterhof-Experimenten seit 2007 professionell hergestellt, und in der eigenen Gastwirtschaft ausgeschenkt. Spezialisten in Sachen Qualität sind auch die Landbierparadiese: ein Getränkefachhandel mit ausschließlich fränkischen Bieren und fünf angeschlossenen Wirtshäusern.

Informationen zu unserer Pauschale "Hopfen & Malz - Nürnberger Biergeschichte"

Mehr Informationen zu den Nürnberger Brauereien:

Das Reinheitsgebot an der Außenfassade der Tucher Brauerei

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