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Karpfen als Weihnachtsessen

Der Fisch ist ein uraltes Symbol für das Christentum. Das griechische Wort für Fisch I-CH-TH-Y-S beinhaltet in seinen Anfangsbuchstaben die Formel: Jesus, Christus, Gottes Sohn, Erlöser und ist somit ein kurzes Glaubensbekenntnis. Das ICHTHYS Symbol wurde in den Anfangszeiten des Christentums zu einer Art Erkennungs- und Geheimzeichen an den Türen und Häusern der Urchristen.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass in vielen Regionen Deutschlands, vor allem in Süddeutschland, an Weihnachten Karpfen auf den Tisch kommt. Als Symbol für Wasser, Erneuerung, Leben und Fruchtbarkeit war kaum ein anderes Tier besser für die Zeremonie des Weihnachtsfests geeignet. Besonders bei wohlhabenden Familien wurde der Karpfen rasch zu einem typischen Weihnachtsgericht. Außerdem war es im christlichen Glauben üblich, die Adventszeit als Fastenzeit zu begehen. Somit wurde der Karpfen an Heiligabend zu einer besonderen Mahlzeit, da er reichhaltig ist, aber eben kein Fleischgericht.

Im Mittelalter legten Mönche und Nonnen weitläufige Teichwirtschaften an, um Karpfen zu züchten. Diese dienten dazu, den Speiseplan während der Fastenzeit abwechslungsreicher zu gestalten. Auch in Franken sind zu dieser Zeit zahlreiche Fischweiher und – teiche entstanden. Besonders bekannt ist der „Aischgründer Karpfen“ und gilt in Franken als regionale Spezialität. Der Karpfen wird mit Kopf und Flossen in Mehl gewendet und in schwimmendem Fett gebacken, wodurch sogar die Flossen knusprig und essbar werden.

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