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Männleinlaufen auf der Frauenkirche

Jeden Tag um 12 Uhr mittags findet auf der Frauenkirche das sogenannte "Männleinlaufen" statt und lockt zahlreiche Zuschauer auf den Hauptmarkt.

Hinter den Kulissen der Kunstuhr "Männleinlaufen". Foto: © CTZ Daniela Fischer

Das "Männleinlaufen" der Kunstuhr von 1509 im westlichen Giebel der Frauenkirche ist eine besonderere Attraktion auf dem Hauptmarkt in Nürnberg und findet jeden Tag mittags um 12 Uhr statt. 

Nach dem Läuten der Kirchenglocken, dem Vorspiel der Posaunenbläser, Trommler und Pfeifer öffnen sich die Türen und es ziehen die sieben Kurfürsten an Kaiser Karl IV. vorbei. 

Seit über 500 Jahren sitzt Karl IV. nun schon auf seinem Thron und grüßt seine sieben Kurfürsten im täglichen Vorüberziehen. Trotz vieler Widrigkeiten hat das Männleinlaufen überlebt. Nachdem es als hochspektakuläres Kunstwek in der Blütezeit Nürnbergs um 1500 in einem furchtbarem Zusammenwirken der qualifiziertesten Künstler Nürnbergs geschaffen wurde, hatte es seine größten Schwierigkeiten wohl im 19. Jahrhundert zu überstehen. Hier bildete die Säkularisation, die Übergabe der maroden Frauenkirche an die katholische Gemeinde, die Eingliederung Nürnbergs in das bayerische Königreich, die damit verbundene Kompetenzverlagerung und Finanznot eine schlechte Ausgangssituation. Dazu kamen dann die unglücklich verlaufene Restaurierung von Kupplerr, Steinl und das Pech mit dem falsch dimensionierten Uhrwerk von Mannhardt. Umso größer erscheint angesichts dieser verfahrenen Situation die Leistung des damals 24-jährigen Ludwig Riedl, als er 1904 eine völlige Neukonstruktion des gesamten Uhrwerks wagte und damit ein exzellentes Arbeitsergebnis ablieferte.

Auch heute noch läuft das Riedl'sche Werk noch absolut zuverlässig und wird hoffentlich noch viele Jahre täglich zur Mittagszeit die Touristen am Hauptmarkt in Nürnberg erfreuen.

 Weitere Informationen zur Kunstuhr "Männleinlaufen" auf der Frauenkirche Nürnberg

 Hier erfahren Sie alles zu den Details der Uhrentechnik (pdf)

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