Weinstadel

© Uwe Niklas

Das Wichtigste in Kürze:

  • eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt
  • einst in der Karwoche zur Speisung Leprakranker genutzt
  • ab 1571 als Weinlager genutzt
  • 1950 wurde das Gebäude in ein Studentenwohnheim umfunktioniert
  • mit 48 Metern Länge der größte Fachwerkbau Deutschlands

Das Ensemble aus Weinstadel, Henkersteg und Henkerturm inmitten der Nürnberger Altstadt bezaubert heute Gäste aus aller Welt mit seinem romantischen Flair. Doch im Mittelalter war diese Gegend aufgrund der direkten Nachbarschaft zu Leprakranken und dem reichsstädtischen Henker kein bevorzugtes Wohnviertel für einen ehrbaren Nürnberger Bürger.

48 Meter ist der Weinstadel lang und damit eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands. Das herrliche gotische Gebäude besitzt zwei Fachwerkgeschosse auf einem Sandsteinsockel sowie unter dem mächtigen Satteldach drei weitere Geschosse. 1446 bis 1448 erbaut, lag der Weinstadel direkt außerhalb der damaligen Stadtbefestigung an der Pegnitz. Während der Karwoche, also ganze drei Wochen im Jahr, wurden hier die Leprakranken von der Stadt gespeist. Ab dem 16. Jahrhundert quartierte man Handwerker, arme Familien und Kranke und seit 1571 lagerte die Reichsstadt Nürnberg im Erdgeschoss einen Teil ihrer Weinvorräte.

Heute ist das Innere des Weinstadels modern umgebaut und beherbergt ein Studentenwohnheim mit eigener Mensa. Als romantisches Ensemble mit Henkersteg undHenkerturm ist er eines der beliebtesten Fotomotive in Nürnberg.

Auf einen Blick

Information

Weinstadel
Maxplatz
90403 Nürnberg

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