Borobudur

© Borodubur

Indonesien war schon von Hunderten von Jahren eine wahre Schatzkammer für internationale Gewürzhändler. Das ist bis heute so und spiegelt sich in den traditionellen Gerichten wider. Der „verschwenderische“ Umgang mit Gewürzen und Kräutern macht den einzigartigen, vielfältigen Geschmack traditioneller indonesischer Gerichte aus. Dazu kommt unsere besondere Kochtechnik: Wir köcheln Fleisch stundenlang in Marinade aus unterschiedlichsten Gewürzmischungen, braten sie hinterher scharf an, backen oder grillen sie; oder wir legen sie für 24 Stunden in Gewürzmischung ein, danach werden sie in Bananenblätter gewickelt und gegrillt. So können sich die Gewürze während des Garprozesses richtig entfalten, sie dringen langsam in das Gargut ein und verleihen ihm einen herrlich intensiven Geschmack.

Durch Indonesiens lange Geschichte als Handelsstaat und Kolonie ist die indonesische Kochkunst von der Küche anderer Länder stark beeinflusst, vor allem von der indischen, chinesischen, arabischen und niederländischen Küche. Im Lauf der Jahrhunderte haben sich die zahlreichen Einflüsse mit lokalen Vorlieben vermischt und mit dem Geschmack der Einheimischen weiterentwickelt. Auf der Insel Java sind die traditionellen Gerichte durch das Verwenden von Kecap Manis, süßer Sojasoße, und Kokoszucker leicht süß und oft knusprig. Auf Sumatra ist das Essen dagegen scharf und stark gewürzt. Es entstand eine spannende Küche, die hierzulande weitgehend unbekannt ist. Umso mehr sorgt sie für Offenbarungen am Gaumen.

Aufgebaut wird das Essen im Restaurant Borobudur wie in Indonesien selbst: Es besteht aus Reis, 3 bis 4 herzhaften kleinen Gerichten. Zur Hauptspeise gibt es deshalb eine Auswahl an verschiedenen Beilagen. Sie tragen wiederum entscheidend zur Komposition des Hauptgerichts bei und ergänzen sich in der Geschmacksrichtung. So harmonieren zum Beispiel die scharf in Kokosöl gebratenen Fleischstücke mit einer Note von Koriandersamen perfekt mit der Schärfe von gegrillter Aubergine und mit würzigem Gemüsesalat, gekrönt von Kokosraspeln. – Macht Ihnen das Appetit?

Mit seinen über 13 000 Inseln hat Indonesien ein überaus reiches kulinarisches Angebot. Frau Mery Surja-Morin – die Inhaberin und Chefköchin, eine gebürtige Indonesierin – möchte Ihnen eine kulinarische Reise in die berühmtesten Regionen anbieten. Die kleine, übersichtliche Speisekarte wechselt monatlich, um einerseits die Vielfalt der Landesküche zu zeigen und andererseits sowohl Frische als auch Qualität zu gewährleisten. Es werden nur die besten Rohstoffe verwendet, wie Fleisch aus der Region und Bio-Hähnchen von Ebl Naturkost. Sie sind Vegetarier oder Veganer und mögen scharfes, würziges Essen? Wunderbar, Sie finden hier unter anderem Gerichte aus Tofu und Tempeh, ein fermentiertes Sojabohnenprodukt.

Und was bedeutet eigentlich „Borobudur“? Der Name kommt von der Tempelanlage Borobudur auf der Insel Java. Dieser am Fuß des Merapi-Vulkans gelegene Tempel ist eines der größten buddhistischen Baudenkmäler der Welt und Indonesiens meistbesuchte Touristenattraktion. Die archäologische Restaurierung von Borobudur hat Mery Surja-Morin beim Dekorieren ihres Gastraums inspiriert. Die Relief-Replikas aus weißem Sand sind reine indonesische Handarbeit. Die Briefmarken- und Postkartensammlung zeigt Borobudur-Motive der UNESCO und aus vielen Ländern, die mit Sondereditionen das Restaurierungsprojekt unterstützt haben.

Kommen, schauen und genießen Sie!

Auf einen Blick

Information

Borobudur
Allersberger Straße 145
90461 Nürnberg
+49 911 47895675
Webseite

Öffnungszeiten

Montag & Dienstag Ruhetag, Mittwoch & Donnerstag 18:00 - 22:00, Freitag & Samstag 18:00 - 23:00, Sonntag 12:00 - 14:00 und 18:00 - 22:00