Die Lorenzkirche ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen von Nürnberg und zählt zu seinen drei bedeutendsten Kirchen. Der „Stern von St. Lorenz“, eine steinerne Rosette und das kaiserliche Wappen empfangen den Besucher an der Westfassade, im Inneren finden sich kostbare Zeugnisse Nürnberger Künstler und eine der größten Orgeln der Welt.

An der Stelle der heutigen Lorenzkirche befand sich eine romanische Kapelle, die dem "heiligen Lorenz zum Heiligen Grab" geweiht war. Teile der alten Bausubstanz finden sich noch heute in dieser beeindruckenden hochgotischen Basilika, mit deren Bau zwischen 1243 und 1315 begonnen wurde. Nürnberg war im Mittelalter immer mehr gewachsen und mit Spenden und Stiftungen der Bürger wurde eine repräsentative Bürgerkirche gebaut.

Die Kunst der Spätgotik in der Lorenzkirche

Berühmte Nürnberger Maler und Bildhauer trugen zur kostbaren Ausstattung der Lorenzkirche bei. Adam Kraft schuf mit dem fast 19 Meter hohen "Sakramentshaus" aus Sandstein ein Tabernakel von beeindruckender Schönheit. Die Holzplastik "Englischer Gruß" ist von vergleichbar hohem künstlerischem Rang und die Kaiserfenster, gestiftet von Kaiser Friedrich III., entstanden nach einem Entwurf von Michael Wolgemut.

Orgelspiel und Glockengeläut

Die dreiteilige Lorenzer Orgel ist eine der größten Orgeln der Welt. Mehr als 12.000 Pfeifen und 165 Register machen Gottesdienste und Orgelkonzerte in der Lorenzkirche zu einem einzigartigen Erlebnis. Ebenso klangvoll ist das Glockengeläut. Die ältesten der 16 Glocken stammen aus dem 14. Jahrhundert, die restaurierte Feyer-Glocke erinnert am Hauptportal der Lorenzkirche an die beiden Weltkriege.

Das Wichtigste in Kürze:

  • neben St. Sebald und der Frauenkirche eine der drei bedeutendsten Kirchen in Nürnberg
  • die dreiteilige Lorenzer Orgel ist eine der größten Orgeln der Welt und besteht aus 12.000 Pfeifen und 165 Registern
  • die älteste der 16 Glocken stammt aus dem 14. Jahrhundert
  • in der Lorenzkirche befinden sich bedeutende Kunstwerke, wie z.B. der Engelsgruß von Veit Stoß