Das Klinikum Nürnberg gehört heute zu den größten kommunalen Krankenhäusern mit maximaler Leistungsstufe in Europa. Das Krankenhausmuseum Nürnberg zeigt die Entwicklung des Klinikums Nürnberg sowie alte Medizingeräte, Gefäße und die beinahe vollständig erhaltene, historische Krankenhausapotheke.

Als Bismarck im Jahr 1883 in Deutschland die Krankenversicherung einführte, konnten sich immer mehr Kranke eine Arztbehandlung leisten. In der Folge entstanden in allen deutschen Großstädten professionell geführte Krankenhäuser, so auch in Nürnberg im Stadtteil St. Johannis. Dort, wo einst das Haus für die Leprakranken gestanden hatte, wurde der Grundstein für eines der modernsten Klinikzentren Europas gelegt. Stand 2011 beeindruckt das Klinikum Nürnberg mit 38 Kliniken und Instituten, 2.180 Betten, 5.600 Mitarbeitern und durchschnittlich 183.000 Patienten pro Jahr. Die Entwicklung zum Hochleistungsklinikum seit der Eröffnung des Städtischen Krankenhauses im Stadtteil St. Johannis am 5. September 1897 dokumentiert und präsentiert das Krankenhausmuseum Nürnberg in den Räumlichkeiten der ehemaligen Krankenhausapotheke. In den zehn Räumen des Krankenhausmuseums Nürnberg sind darüber hinaus eine Vielzahl historischer Medizingeräte, Gefäße und Möbel sowie eine Destillationsanlage aus dem Jahr 1870 ausgestellt. Das Prunkstück des Museums ist die historische Krankenhausapotheke mit dem Mobiliar aus Eichenholz und den vielen Standgefäßen und Schubladen für die Aufbewahrung der verschiedenen Pulver und Kräuter.