Drucken

Denkmäler und Brunnen

Schöner Brunnen

Eine Legende besagt, dass wer einmal am goldenen Ring des Schönen Brunnens dreht, drei Wünsche erfüllt bekommt, wer dreimal dreht, kann sich über viele Kinder freuen. Mit seiner sich nach oben verjüngenden Pyramidenform symbolisiert der Schöne Brunnen am Nürnberger Hauptmarkt das theozentrische Weltbild im Mittelalter.

Schöner Brunnen mit Blick auf die Frauenkirche in Nürnberg

Schöner Brunnen mit Blick auf die Frauenkirche in Nürnberg

Die gotische Kirchturmspitze als Symbol der Himmelsmacht

In vier Figurenreihen sind die Philosophie sowie die sieben Freien Künste, die vier Evangelisten mit Vertretern der Geistlichkeit, die zur Kaiserwahl berechtigten sieben Kurfürsten gemeinsam mit neun Helden der Weltgeschichte und abschließend Moses mit sieben Propheten von unten nach oben angeordnet.

Die Pläne zur Errichtung des Schönen Brunnens gehen auf Kaiser Karl IV, der auch bereits die Frauenkirche gestiftet hatte, zurück. Zwischen 1385 und 1396 erbaut, erhielt er eine eigene Wasserversorgung zum Nürnberger Hauptmarkt. Der ursprünglich verwendete Schilfsandstein war stark witterungsanfällig und so wurde der Schöne Brunnen im Laufe von sechs Jahrhunderten immer wieder aufwändig restauriert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat ein Nachbau aus Muschelkalk an die Stelle des Originals. Verwitterte Fragmente des alten Brunnens befinden sich im  Germanischen Nationalmuseum.

Bildergalerie

  • Goldener Ring am Schönen Brunnen in Nürnberg

  • Schöner Brunnen in Nürnberg
  • Schöner Brunnen am Hauptmarkt mit der Frauenkirche in Nürnberg
  • Schöner Brunnen in Nürnberg am Abend

Tags: Denkmäler und Brunnen