Der Sage nach soll der legendäre Gaukler und Narr Till Eulenspiegel auch im Heilig-Geist-Spital seine Späße getrieben haben. Berühmt wurde es allerdings vor allem für die von Kaiser Sigismund übertragene Verwahrung der Reichskleinodien von 1423 bis 1796. Heute ist das teilweise über Wasser gebaute Spital immer noch ein Altenheim und darüber hinaus eines der berühmtesten Fotomotive in Nürnberg.
Der damals reichste Patrizier der Freien Reichsstadt Nürnberg, Konrad Groß, wollte sich durch gute Taten im Diesseits Wohltaten im Jenseits verschaffen und stiftete mit dem Heilig-Geist-Spital das seinerzeit größte Spital in Nürnberg, das 200 Kranken und Armen Platz bot.
In den Jahren 1332 und 1339 wurde das Heilig-Geist-Spital zusammen mit einer Kirche errichtet. Im Jahre 1420 stiftete der Spitalpfleger Herdegen Valzner die Allerheiligenkapelle. Das gesamte Areal brannte 1944 bis auf die Grundmauern nieder und wurde in den Jahren 1951 bis 1953 bis auf die Heilig-Geist-Kirche rekonstruiert. Wem der Blick von der Museumsbrücke auf das herrliche gotische Bauwerk nicht genügt, der kann direkt im Restaurant oder im Innenhof des Heilig-Geist-Spitals speisen oder Frankenwein trinken.