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Zahlen und Daten

Nürnberg in Zahlen

Wissenswertes

Nürnberg ist Bayerns zweites Wirtschaftszentrum, eine moderne Halbmillionenstadt mit geschichtlichem Flair sowie viel Sehenswürdigkeiten und Kultur. Zahlreich sind die Informationen, die im Internet über die verschiedenen Bereiche bereitgehalten werden. Als Service bieten wir hier die Links zu den wichtigsten Seiten an, mit deren Hilfe Auskünfte über alle Themen erhältlich sind, die zum Teil weit über den Tourismussektor hinausgehen.

Geschichte

Historischer Kaufmannswagen

Historisches

Mit der Freisprechung der Leibeigenen Sigena, die in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. dokumentiert ist, trat "nuorenberc" (felsiger Berg) im Jahre 1050 in die Geschichte ein. Die Stadt breitete sich zunächst völlig unregelmäßig am südlichen Abhang des Burgberges aus. Fernhandel und Handwerk waren die Grundlagen des Nürnberger Aufschwunges, der den Ausbau der Stadt, die Gründung wohltätiger Stiftungen und ein großzügiges städtisches Leben ermöglichte, von dem auch die Künste profitierten. Karl IV. hielt sich zum Teil monatelang in der Stadt auf. Er legte mit der "Goldenen Bulle" von 1356 fest, dass jeder neu gewählte deutsche Kaiser seinen ersten Reichstag in Nürnberg abhalten solle.

1424 wurde die Stadt an der Pegnitz zum Aufbewahrungsort der Reichskleinodien bestimmt - die Freie Reichsstadt Nürnberg war auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Die europäische Metropole wurde zum Zentrum des deutschen Humanismus (Celtis, Pirckheimer, Schedel), der Wissenschaften, Malerei und Bildhauerei: Martin Behaim entwarf den ersten Erdglobus, Peter Henlein erfand die Taschenuhr, Anton Koberger beschäftigte zeitweise 100 Personen an seinen Druckpressen und die Dichtkunst des Meistergesanges erreichte mit Hans Sachs und Hans Rosenplüt einen Höhepunkt. In den Werkstätten des Schnitzers Veit Stoß, des Steinmetzen Adam Kraft, der Erzgießerfamilie Vischer und des Malers Albrecht Dürer entstanden Kunstschöpfungen von europäischem Rang. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und die Entdeckung neuer Handelswege zur See im 18. Jahrhundert trafen den Lebensnerv der 50.000-Einwohner-Stadt. Nürnberg verarmte und versank in einen langen Dornröschenschlaf, aus dem es erst wieder erwachte, als 1835 die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth fuhr. 1806 war die einstmals Freie Reichsstadt in das Bayerische Königreich eingegliedert worden, und mit der Industrialisierung begann durch den Unternehmergeist des aufgeweckten Bürgertums ein neuer Aufschwung. Zahlreiche Fabriken entstanden und führten die Industrie zur Blüte. Nürnberg, das 1881 bereits mehr als 100.000 Einwohner zählte, wurde zum „industriellen Herz Bayerns“ und blieb es bis zum Zweiten Weltkrieg.

Adolf Hitler, der Nürnberg aus falsch verstandenem Geschichtsbewusstsein als die "deutscheste aller deutschen Städte" sah, machte aus der Noris die "Stadt der Reichsparteitage". Das büßte sie in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs mit der fast völligen Zerstörung. Der Wiederaufbau nach der Apokalypse dauerte lange.

Heute ist die einstige Größe und Macht der "Weltstadt des Mittelalters" durchaus wieder vorstellbar: Nürnberg bildet das Herzstück einer wirtschaftlichen Metropolregion, die zu den führenden in Europa gehört. Inmitten einer modernen Großstadt mit 500.000 Einwohnern sind Bürgerhäuser, stolze Kirchen, die Burg und der fünf Kilometer lange Mauerring wiedererstanden. Bedeutende Einrichtungen wie das Germanische Nationalmuseum oder das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, kulturelle Ereignisse von Rang und internationale Messen und Kongresse bringen jährlich Besucher aus aller Welt in die Stadt. Dank hervorragender Hotel- und Gastronomieangebote sowie idealer Verkehrsverbindungen floriert der Tourismus überdurchschnittlich und reiht Nürnberg mit rund zwei Millionen Übernachtungen und 23 Millionen Tagesbesuchern unter die Top Ten in Deutschland ein.

Mehr zur Geschichte erfahren Sie beim Stadtarchiv.