Hotline: +49 911 / 2336-0

Geocache: Burgspaziergang - GC4GBPE

N 49° 27.465 E 011° 04.605

Die Kaiserburg ist das Wahrzeichen Nürnbergs und thront hoch oben über der Altstadt. Natürlich kann man sie im Rahmen einer Führung besichtigen, noch besser aber beim Cachen. Der Rundgang "Burgspaziergang" führt einen zu allen wichtigen Stationen innerhalb des Baus. Das Final liegt etwa 5 - 10 Gehminuten von der Burg entfernt.

Der Cache ist nur in den Sommermonaten (1.April bis 31.Oktober) täglich von 8 - 18 Uhr machbar. Es muss an keiner der Stationen Eintritt bezahlt werden.

Die Kaiserburg Nürnberg (Foto: Ralf Schedlbauer)

Station 1: Die Burgfreiung N 49° 27,465 E 011° 04,605

Schon lange bevor Nürnberg zu einer der berühmtesten Städte im Heiligen Römischen Reich wurde, hatten sich in dieser Gegend schon Menschen niedergelassen. Entscheidend für die Entstehung und weitere Entwicklung der Stadt war der Burgbau. Abgesehen von der guten Lage der Burg, auf dem hohen Sandsteinfelsen in der relativ ebenen Landschaft, war das sumpfige Gebiet, mit der schlechten Verkehrsanbindung und dem kargen Boden für eine größere Ansiedlung nicht sonderlich geeignet. Durch geschickte Ausnutzung der vorliegenden Bedingungen schuf die Bevölkerung eine mächtige Stadt in der mittelalterlichen Welt. Die heute vorhandene Burganlage besteht aus drei Teilen, die unterschiedlichen Zwecken und Bauperioden entsprechen. Genießt die schöne Aussicht über die Burgmauer in Richtung Innenstadt und informiert euch auf der Infotafel über die Sehenswürdigkeiten.
Frage: Wie viele Kirchen sind auf der Infotafel abgebildet (St. …)? A=

Station 2: Die Burggrafenburg N 49° 27,492 E 011° 04,609

Die Anfänge der Burggrafenburg liegen im Dunkeln, sicher ist, dass dies der älteste Teil der Burganlage ist. Ursprünglich hielten sich hier die kaiserlichen Ministerialen auf, die für die Sicherheit der gesamten Pfalz zu sorgen hatten. Mitte des 12 Jahrhunderts wurde das Amt des Burggrafen eingeführt und fortan schritt der Aufstieg der Burggrafen stetig voran. 1420 wurde die Burggrafenburg fast völlig zerstört und das Ruinengelände an die Stadt verkauft. Nur wenige Gebäude sind erhalten geblieben oder wurden wieder aufgebaut. Dazu gehört das Burgamtmannsgebäude, das bis ins 16. Jahrhundert die nordwestliche Burgecke und das Tor schützte. Heute befindet sich hier eine Zweigstelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Der 28 Meter hohe Fünfeckturm gilt als das älteste erhaltene Gebäude. Der quadratische Grundriss erhielt auf der Ostseite eine dreieckige Verstärkung und somit eine besondere Form. Die Chorturmkirche (Walburgiskapelle) der Burggrafenburg hieß bis zum Ausgang des 15. Jahrhundert Otmarskapelle, und ihr Turm, der sich bis über die Wehrmauer erhob, wurde als Wehrturm genutzt. Nach der Erwerbung durch die Stadt wurde die heilige Walburga zur Schutzpatronin und gab der Kapelle ihren heutigen Namen.
Frage: Welche Hausnummer hat heute das ehemalige Burgamtmannsgebäude? B=

Station 3: Die Vorburg der Kaiserburg N 49° 27,477 E 011° 04,580

Damit die Stadt einen direkten Zugang zur Kaiserburg erhielt, wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts das Hasentor errichtet. Die anschließende Hasenburg mit der Himmelsstallung gehörte zeitweise Sbinko Has von Hasenburg, dem Kammermeister Kaiser Karl IV., nachdem die Burg benannt ist. Auf der Nordseite der Vorburg findet man heute einen teilweise erneuerten Fachwerkbau, der früher als Wirtschaftsgebäude diente. Anschließend kann man den Sinwellturm bewundern. Er ist der einzige mittelalterliche Rundturm Nürnbergs, dessen Form namensgebend war. „Sin“ ist eine verstärkende Silbe aus dem Mittelhochdeutschen und kann mit gewaltig übersetzt werden, „well“ bedeutet rund. Dieser gewaltige, runde Turm wurde als Wehrturm genutzt, galt aber auch als Statussymbol, da er aus allen Himmelsrichtungen von der Ferne zu sehen war. In der Mitte der Vorburg findet man das Brunnenhaus mit dem „Tiefen Brunnen“, der über 50 Meter tief in den Felsen geschlagen wurde. Der Brunnen war die einzige Wasserquelle der Burg, aber bei Reichstagen und Kaiserbesuchen wurden zusätzliche Wasserfässer mit Fuhrwerken auf die Burg gebracht.
Frage: In welcher Höhe befindet sich die heutige Aussichtsplattform im Sinwellturm (Infotafel)? C= (Einstellige Quersumme)

Station 4: Der Innenhof der Kaiserburg N 49° 27,475 E 011° 04,533

Geht man durch das innere Burgtor, befindet man sich im Burghof, der von zwei Gebäuden und zwei Mauern eingefasst wird. In der Hofmitte befindet sich die Kunigundenlinde, schon Mitte des 15. Jahrhunderts ist an dieser Stelle ein Baum erwähnt. Die Lage des Palas an dominierender Stelle über dem Tal ist typisch für staufische Kaiserpfalzen. Er wird mit Saalbau und Wohntrakt in zwei Gebäudehälften geteilt. Im östlichen Teil des Gebäudes befand sich im Erdgeschoss der Rittersaal und im Obergeschoss der Kaisersaal. Die Wohnräume des Kaisers lagen im Westbau. Die Doppelkapelle, die als das bedeutendste Baudenkmal der Burg gilt, wurde um 1200 vollendet und schließt direkt an den Palas an. Gegenüber vom Palas befindet sich die Kemenate, in diesem Bau befand sich die Konventstube, eine Stube für Jungfrauen und eine Stube für die Knaben des Kaisers. Bei dem Begriff Kemenate handelt es sich um einen Bau mit Beheizung durch einen Kamin.

Wenn ihr den inneren Burghof verlasst, schaut euch noch einmal genau die Außenseite des Torbogens an.
Frage: Wieviel Wappen sind über dem inneren Tor der Kaiserburg zu sehen? D=

Station 5: Die städtische Burg N 49° 27,492 E 011° 04,683

Die aufstrebenden Burggrafen waren der Stadt Nürnberg ein Dorn im Auge, man lag im Streit und schikanierte sich gegenseitig. Um das Treiben des Burggrafen besser beobachten zu können, errichtete die Stadt 1377 an der Toreinfahrt zur Burggrafenburg einen hohen Turm, den Luginsland. Später diente der Turm als Gefängnis, auch der Findling Kaspar Hauser wurde hier eine Zeitlang festgehalten. Zwischen den einander feindlich gegenüberstehenden Türmen, Fünfeckturm und Luginsland, befand sich ein Burggraben, der in der Mitte des 15. Jahrhunderts seine Funktion verlor. Dort errichtete die Stadt einen Bau als Kornspeicher, dessen Erdgeschoss an Reichstagen später als Kaiserstallung diente. Heute befindet sich in der ehemaligen Kaiserstallung die Jugendherberge der Stadt Nürnberg.
Frage: Wie viele Buchstaben hat der Vorname des bedeutenden Baumeisters, der den ehemaligen Kornspeicherbau errichtet hat? E=

Station 6: Burgbastei und Burggarten N 49° 27,453 E 011° 04,425

Mit Beginn der Neuzeit und der Erfindung der Feuerwaffen verlor die Befestigungsanlage der Burg an Bedeutung. Deshalb ließ die Stadt an der Nord- und Westseite unter Leitung des Festungsbaumeisters Antonio Fazuni Bastionen anlegen. Sie bestehen aus der Hauptbastei hinter dem Kemenatenbau der Kaiserburg, flankiert von zwei niederen Basteien. Zum Schutz der dahinterliegenden Mauer wurden über dem Vestnertor und dem Tiergärtnertor ebenfalls Basteien angelegt. Die gesamte Anlage wird von einem Graben zusammengefasst, in welchen aus den Kasemattengängen der Basteien Schießscharten gerichtet sind. Diese Festungsanlage galt als die modernste Verteidigungsanlage der damaligen Zeit. Die gepflegten Grünanlagen des Burggartens sind heute über zwei Eingänge zugänglich.
Frage: Wie viele Bäume kann man im Baumrondell auf der unteren Bastei über dem Tiergärtnertor zählen? F= (Einstellige Quersumme)

Nun zur Final-Berechnung:

N 49° 27, (C+D-E) (E+F-C) (A-B)   E 011° 04, (C+D-F) (E+F) (C+E-F)

weiterempfehlen