"Zweiheit" lautet das Motto der fünften Spielzeit des Ballettensembles im Staatstheater Nürnberg unter der Leitung von Goyo Montero. Es ist zum einen Ausdruck seiner Doppelfunktion als Ballettdirektor und Choreograph und zum anderen prägt es die Stoffauswahl der Spielzeit 2012/2013. Die Zweierverbindung zwischen Faust und Mephisto feiert mit "Faust" am 8. Dezember 2012 Premiere. Mit dieser Uraufführung, von Goyo Montero nach der Musik von Lena Auerbach choreographiert, schließt die Ballet-Compagnie Nürnberg and den "Don Juan" aus dem Vorjahr an, mit dem sie auch das Jahr 2012 beschließen wird. Die zweite Premiere "Zweiheit", am 26. April 2013 stellt die kontrastierenden Stilrichtungen der beiden Gastchoreographen Mauro Bigonzetti und Crystal Pite einander gegenüber. "Exquisite Corpse II" zeigt ab dem 29. Juni 2013 in der zweiten Auflage eine stilistisch-choreographisch-musikalische Collage aus der eigenen Talentwerkstatt der Ballett-Compagnie.
Zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 kam der spanische Tänzer und Choreograph Goyo Montero, unter anderem war er erster Solotänzer der Deutschen Oper Berlin, als Ballettdirektor an das Staatstheater Nürnberg. Mit ihm begann eine neue, aufregende Ära für das Ballett in Nürnberg und für das Publikum, das seine Arbeit ebenso wie die Presse seither begeistert feiert. Ein hervorragend bildet das Rückgrat des künstlerischen Erfolgs, das den Anschluss an die großen Compagnien in Deutschland geschafft hat.
Auf der Basis des klassischen Balletts bringt das Ensemble herausragende Tanztechnik auf die Bühne und verbindet diese mit vielen unterschiedlichen zeitgemäßen Stilen und „Tanzsprachen“, vom Modern Dance bis zur Neoklassik, vom spanischen Tanz bis zum Tanztheater. Darüber hinaus bezieht Ballettdirektor Montero auch andere Erzählweisen in seine Handlungsballette ein, wie Spielarten des Schattentheaters, des Puppenspiels oder des Films. Seine Choreographien erzählen, mal konkret und mal abstrakt, Geschichten in einer szenischen Abfolge bewegter und gleichermaßen bewegender Bilder.

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