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Ende Legende - die Wahrheit über Albert Speer - Dokumentationszentrum räumt auf

Albert Speer hat sich selbst dauerhaft als einen von Hitler verführten unpolitischen Technokraten inszeniert, der vom Holocaust nichts gewusst habe, aber die historische Forschung hat ihn umfassend widerlegt. Vom 28. April bis zum 26. November 2017 zeigt das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg die Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, die in einer noch nie gezeigten Zusammenstellung Speer demaskiert.

Themeninseln befassen sich mit der Speer-Legende: der Entstehung, den Erfolgsbedingungen, dem Netzwerk und der PR in eigener Sache von den 1930er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1981 - ein Jahr bevor die erste wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung seines Lebens erschien. Foto: Wolfram Zilk

Dokumente belegen, dass Speer als einer der Haupttäter des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich an der Judenverfolgung und an den Verbrechen in den Konzentrationslagern beteiligt war. Für seine Umgestaltung Berlins ließ er Juden aus ihren Wohnungen vertreiben, um dort "arische" Mieter aus Abrisswohnungen unterzubringen. Auch genehmigte er Baumaterial für das KZ Ausschwitz.

Am Anfang der Ausstellung steht "SPEER" - das Logo der Marke Speer in sechs Meter hohen Lettern. Dazu läuft sein "Lebens-Tonband" - stereotype sich stetig wiederholende Rechtfertigungen wie "Von den scheußlichen Dingen habe ich nichts gewusst". Themeninseln analysieren die Entstehung der Speer-Legende und zeigen auf, dass sogar renommierte Zeitgenossen wie Golo Mann, Carl Zuckmayer oder auch Simon Wiesenthal seine Lügen nicht enttarnten. Am Ende steht eine faszinierende Installation: an neun Schreibtischen warten Speer-Forscherinnen und Forscher, die ihr jeweiliges Thema auf Knopfdruck aufbereiten.

Die täglich geöffnete Ausstellung entstand in enger Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Der Eintritt zu dieser Sonderausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände ist frei.

 Mehr Informationen zur Ausstellung

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