Rathaus

© Ralf Schedlbauer

Das Wichtigste in Kürze:

  • eines der bedeutendsten Bauwerke Nürnbergs
  • der prunkvolle Rathaussaal zeigt Meisterwerke gotischer Baukunst
  • die Ausmalung des großen Saals wurde nach Entwürfen und unter Regie Albrecht Dürers vorgenommen
  • im Keller des alten Rathauses befinden sich die Historischen Lochgefängnisse

Das Alte Nürnberger Rathaus zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Seit dem Mittelalter haben Ämter und Behörden dort ihren Sitz, doch sind Gäste natürlich herzlich willkommen. Zu besichtigen sind die historischen Lochgefängnisse und jeden Samstag um 16 Uhr finden begleitete Führungen statt. Den Besucher erwartet dann übrigens ein wahrlich atemberaubender Moment: vom Turm des Rathauses genießt man einen Rundblick über die gesamte Altstadt.

Das Alte Nürnberger Rathaus hätte viel zu erzählen. Sieben Jahrhunderte lang war es immer wieder Schauplatz der Nürnberger, aber auch der deutschen Geschichte und zugleich Zeuge tragischer menschlicher Schicksale. Während oben im historischen Rathaussaal Kaiser und Könige festliche Empfänge abhielten, warteten tief unten in den (Lochgefängnissen) die Untersuchungsgefangenen auf ihre Gerichtsverhandlung oder die Vollstreckung ihres Urteils.

Der erste große Renaissancebau in Nürnberg

Der Bau des Alten Nürnberger Rathauses entwickelte sich zu einem Jahrhundertwerk. Immer wieder wurde angebaut, umgebaut und vergrößert. Mit dem Saalbau entstand 1332 bis 1340 der älteste Teil, im 17. Jahrhundert beschloss der Rat dann einen repräsentativen Neubau des Rathauses im Stil der italienischen Renaissance. Die Westfassade des sogenannten Wolffschen Baus, wiederaufgebaut nach dem 2. Weltkrieg, prägt mit ihren prunkvollen Portalen und den aufgesetzten allegorischen Figuren im Stile Michelangelos den Rathausplatz. Gleich gegenüber liegt übrigens der mächtige Hallenchor der zur damaligen Zeit bedeutendsten Nürnberger Kirche, der (Sebalduskirche).

Der historische Rathaussaal

Groß und prächtig sollte der Rathaussaal die Bedeutung der Freien Reichsstadt Nürnberg widerspiegeln. Und so galt er zur Zeit seiner Fertigstellung im Jahr 1340 mit 40 Metern Länge und 12 Metern Breite als größter profaner Saal nördlich der Alpen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden nur die Holztonne, die Vertäfelung und der Steinfußboden rekonstruiert. Die unter der Leitung (Albrecht Dürers) entstandenen Wandbilder gingen leider unwiederbringlich verloren.

Auf einen Blick

Information

Rathaus
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg

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